Zaunbau

Doppelstabmattenzaun: Aufbau, Fundament und Sichtschutz

·5 Min. Lesezeit
Montierter Doppelstabmattenzaun an einer Grundstücksgrenze

Der Doppelstabmattenzaun ist aus einem guten Grund so verbreitet: Er ist stabil, langlebig, günstig und schnell montiert. Was viele unterschätzen, ist die Vorbereitung. Ob der Zaun in zehn Jahren noch schnurgerade steht, entscheidet sich nicht an der Matte selbst, sondern im Boden darunter.

Wir bauen diese Zäune regelmäßig und sehen auch die Fälle, in denen ein Nachbar selbst Hand angelegt hat und der Zaun nach dem ersten Winter schief steht. Fast immer liegt es am Fundament. Hier ist das Wichtigste.

Wie der Zaun aufgebaut ist

Ein Doppelstabmattenzaun besteht aus drei Teilen: den Pfosten, den Zaunmatten und den Verbindern, die Pfosten und Matten miteinander verbinden. Die Matten bestehen aus zwei waagerechten Stäben, zwischen denen ein senkrechter Stab verläuft – daher der Name. Diese Bauweise macht sie sehr verwindungssteif. Verzinkt und beschichtet sind sie viele Jahre haltbar, ohne zu rosten.

Das Fundament entscheidet

Die wichtigsten Teile sind die Pfosten und ihre Fundamente. Jeder Pfosten wird in ein Betonfundament gesetzt, das frostsicher gegründet sein muss, in der Regel etwa 80 cm tief. Der Grund ist derselbe wie bei jedem Bauwerk: Gefriert das Wasser im Boden, hebt der Frost ein zu flaches Fundament hoch, und der Pfosten steht schief. Ein nur eingeschlagener Pfosten lockert sich mit der Zeit ohnehin durch Winddruck und Belastung.

Gerade Flucht von Anfang an

Ein Zaun steht und fällt mit der Flucht. Deshalb werden die Pfosten mit einer gespannten Schnur ausgerichtet, bevor der Beton abbindet. Jeder Pfosten wird lotrecht und auf gleicher Höhe gesetzt. An Hängen wird der Zaun in Stufen geführt oder dem Gefälle angepasst. Diese Sorgfalt am Anfang sieht man dem fertigen Zaun später an, im Guten wie im Schlechten.

Sichtschutz nach Wunsch

Wer nicht nur eine Grenze, sondern auch Sichtschutz möchte, hat es beim Doppelstabmattenzaun leicht. Zwischen die Stäbe lassen sich Sichtschutzstreifen einflechten, die den Einblick zuverlässig verhindern. Sie sind in verschiedenen Farben erhältlich und schnell montiert. So wird aus dem offenen Zaun ohne zusätzliches Bauwerk eine blickdichte Abgrenzung.

Wenn Sie einen Zaun planen, klären wir vorab Verlauf, Höhe und Sichtschutzwunsch. Dann setzen wir die Fundamente fachgerecht, damit der Zaun gerade steht und bleibt.

Häufige Fragen

Wie tief müssen die Pfosten eines Zauns gesetzt werden?

Die Pfostenfundamente sollten frostsicher sein, in der Regel etwa 80 cm tief. Zu flach gegründet, drückt der Frost die Pfosten im Winter hoch und der Zaun steht schief.

Braucht jeder Pfosten ein Betonfundament?

Für einen dauerhaft geraden Zaun ja. Jeder Pfosten wird in ein Betonfundament gesetzt, das das Gewicht und den Winddruck aufnimmt. Nur eingeschlagene Pfosten lockern sich mit der Zeit.

Wie bekommt man Sichtschutz in einen Doppelstabzaun?

Über Sichtschutzstreifen, die zwischen die Stäbe gesteckt werden. Sie sind schnell montiert und verhindern zuverlässig den Einblick, ohne dass ein zusätzlicher Zaun nötig ist.

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